Ausstellungsräume

INFANTERIEMUSEUM

Die Ausstellungen des Museums befinden sich in zwei Gebäuden. In dem Hauptgebäude ist die militärische Geschichte Finnlands, ab dem Jahr 1914, ausgestellt.

In dem Gebäude gegenüber findet man die jeweiligen Sonderausstellungen, z.B. die Ausstellung über die freiwilligen finnischen Soldaten in der deutschen Armee in den Jahren 1941-1943.

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ZIMMER 1
Ausbildungraum des Museums: Finnische Zeitungen von Kriegsjahren, Bücher, Multimedia-austellung.
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ZIMMER 2
In dem Rittersaal befinden sich Fotos von allen Mannerheim-Kreuz-Rittern der Infanterie, von den Infanterie-Offizieren, die zu Generälen befördert wurden sowie von den Inspektoren der Infanterie.
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ZIMMER 3
Finnischer Bürgerkrieg 27.1. - 15.5.1918. Waffen, Gegenstände und Bildmaterial von der Jägerbewegung, den Schutzkorps, der roten Garde und den deutschen Truppen in Finnland.
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ZIMMER 4
Über die Entwicklung, Bewaffnung und Ausrüstung der finnischen Streitkräfte in den 20er und 30er Jahren. Die freiwillige Ausbildung zur Landesverteidigung begann am Anfang der 20er Jahren. Junge Männer und Frauen sind in die Schutzkorps oder in die Lotta Svärd -Organisation (finnische Frauenhilfsgruppe 1919-1944) beigetreten. Schon 8-10 -jährige Kinder konnten Mitglieder der Jugendorganisationen, Schutzkorps-Jungs und kleine Lottas, werden. Die Lotta-Organisation hat vielseitige Ausbildung gegeben. Die Hauptaufgaben waren medizinische Behandlung, Kanzlei, Proviantausgabe und Luftraumüberwachung. Die Materialanschaffungen der Streitkräfte dagegen waren bescheiden wegen des Geldmangels.
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ZIMMER 5
Winterkrieg 30.11.1939 - 13.3.1940. Zu Beginn des Winterkrieges hatten nicht mal alle Finnische Soldaten eine persönliche Ausrüstung. Anstelle der Kanonen zur Panzerabwehr hatten die Soldaten geballte Ladungen und Benzinbomben, sog. Molotowcocktails, die auf die Lufteinlassöffnung der Panzer geworfen wurden. Der ausgestellte Soldat ist mit seiner militärischen Ausrüstung von der besseren Sorte; die meisten hatten nur einen Gürtel und eine Kokarde mit sich. Ausgestellt ist auch sowjetisches Kriegsmaterial.
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ZIMMER 6
Eine Kampfaussicht des Winterkrieges. Die Sowjettruppen waren mit ihren Radfahrzeugen an die Straßen gebunden und konnten ihre Übermacht nicht ausnutzen, außer in der Karelischen Landenge. Die Finnen bewegten sich mit Skiern außerhalb des Straßennetzes, haben Initiative ergriffen und den Feind eingekesselt.
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ZIMMER 7
Während des Interimsfriedens (die Zeit zwischen dem Winterkrieg und dem Fortsetzungskrieg) wurden große Waffenanschaffungen gemacht, vor allem Feldkanonen und deren Munition. Die finnische Armee war zu Beginn des Fortsetzungskrieges größer und bedeutend besser ausgerüstet als im Winterkrieg. Auch die Infanterie hatte mehr automatische Schusswaffen. Im Jahr 1941 stürmten die finnischen Truppen und erreichten ihr Ziel in der Karelischen Landenge Anfang September und in anderen Teilen Anfang Dezember. Als Kampfbeispiel ist der Durchbruchangriff von Tuulos und in der Vitrine ein schwerer Granatenwerfer. Fortsetzungskrieg 25.6.1941 - 19.9.1944.
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ZIMMER 8
Die Zeit des Stellungskrieges 1942-1944. Der Stellungskrieg dauerte von der Offensive bis zum Frühjahr 1944. Die Soldaten der vordersten Linie wohnten in unterirdischen Unterständen, die in Verbindung mit der Gefechtsstellung waren. Der Stützpunkt wurde mit Minensperren geschützt und für den Hinterhalt der Scharfschützen waren die Gefechtsstellungen höher gelegen und der Feind wurde mit Periskopen beobachtet. In der Freizeit wurde Radio gehört und Beschäftigungen wie z.B. Handwerke aus Holz gemacht.
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ZIMMER 9
Der große Angriff der Sowjetunion begann mit enormen Mitteln in der Karelischen Landenge am 10. Juni 1944 und Finnland verlor die Landenge und Wiborg in zehn Tagen. Die Finnen verlegten Truppen von dem Nordteil des Ladogasees zu der Karelischen Landenge und stabilisierten die Lage am Anfang Juli.
In Ihantala wurde in zehn Tagen die größte Schlacht geschlagen, die es je in allen nordischen Ländern gegeben hatte. In dieser Schlacht haben die Finnische Truppen den übermächtigen Feind aufgehalten mit der effektiven Zusammenarbeit von der Feldartillerie, den neuen Panzerabwehrwaffen, der Infanterie und der deutschen Luftwaffe.
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ZIMMER 10
Lapplandkrieg 15.9.1944 - 27.4.1945. Unter den Bedingungen des Friedensvertrages war die Vertreibung der deutschen Truppen aus Lappland und die Demobilisierung der Feldarmee. Die Deutschen zerstörten alle Brücken und damit waren alle Landverbindungen nach Lappland unterbrochen und der Krieg gegen die deutschen Truppen wurde enorm schwierig. Die letzten deutschen Soldaten verließen Finnland im April 1945. Beim Zurückziehen haben sie alles an den Hauptstraßen verbrannt und vermint. Die Minenräumung dauerte bis zum Anfang der 50er Jahre.
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